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Details zu Inventarnummer: 4700938
Titel:Tulpen
Objektbezeichnung:Gemälde
Sammlung:Südtiroler Landtag
Hergestellt von:Kienlechner, Josef (Dessau, 1903-07-30 - Bracciano bei Rom, 1985-04-05) GND Wikidata
Beschreibung:Rote Tulpen in einer Vase.
Historische-kritische Angaben:Kien ist die Abkürzung, die Josef Kienlechner (1903 - 1985) als Signatur und meistens in Publikationen verwendet. Beide Eltern kommen aus Bozen. Da sein Vater Sänger ist, geht dieser für Engagements nach Deutschland. In Berlin ist er auch Professor für Gesang, sodass Kien im vital großstädtischen Kulturleben Berlins der Zwischenkriegszeit seine Eindrücke erfährt und dort auch Malerei studiert. Vor dem Zweiten Weltkrieg pflegt Kien einen Expressionismus mit einheitlichen Flächen, da und dort sieht man noch den Einfluss seines Professors Carl Hofer. Nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die 1950er-Jahre verändert sich seine Farbpalette, die dunkler wird. Er arbeitet immer mehr mit deutlichen, meist dunklen Umrissen oder Umrandungen. Hinzu kommen schmale Lichtsäume.
Dieser Phase entstammt das Bild im Südtiroler Landtag. Es zeigt einen Tulpenstrauß, der in Dialog mit einem Bild links tritt. Eine Tulpe hängt bereits. Auf dem Bild kann man, wenngleich sehr reduziert, eine blonde Frau mit Hündchen erkennen, durch einen Wald schreitend. Die elegante Haltung der Frau, die einen Hut trägt, nähert sich formal den Schwingungen der Blätter der Tulpen. Selbst die Bäume schwingen sich hinauf. Gegen Ende der 1950er-Jahre arbeitet er zusehends abstrakt. Er malt aber eine Zeit lang parallel auch figürlich. Er ist mit dem Dichter Joseph Zoderer befreundet, der mehrfach über ihn schreibt. (Markus Neuwirth, Bewegungen zwischen Nord und Süd, in: Kunst im Südtiroler Landtag, Bozen 2024, S. 164, 206-207)
Dieser Phase entstammt das Bild im Südtiroler Landtag. Es zeigt einen Tulpenstrauß, der in Dialog mit einem Bild links tritt. Eine Tulpe hängt bereits. Auf dem Bild kann man, wenngleich sehr reduziert, eine blonde Frau mit Hündchen erkennen, durch einen Wald schreitend. Die elegante Haltung der Frau, die einen Hut trägt, nähert sich formal den Schwingungen der Blätter der Tulpen. Selbst die Bäume schwingen sich hinauf. Gegen Ende der 1950er-Jahre arbeitet er zusehends abstrakt. Er malt aber eine Zeit lang parallel auch figürlich. Er ist mit dem Dichter Joseph Zoderer befreundet, der mehrfach über ihn schreibt. (Markus Neuwirth, Bewegungen zwischen Nord und Süd, in: Kunst im Südtiroler Landtag, Bozen 2024, S. 164, 206-207)
Technik:gemalt
Maße:
- Höhe: 75.5 cm
Breite: 50 cm
Äußere Beschreibung:Öl auf Leinwand
Einrichtung:Kunstsammlungen des Landes Südtirol
Schlagwort:Stillleben