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Details zu Inventarnummer: 127883
Titel:Porträt Carolina Kapeller
Objektbezeichnung:Gemälde
Sammlung:Folladore-Kleewein
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Der Bozner Arzt und Kunstsammler Stefano Folladore (* 27.10.1915 in Luzern, † 5.5.1998 in Bozen) hat seine Kunstsammlung ohne vorherige Ankündigung testamentarisch (06.02.1994) dem Land Südtirol vermacht, mit der Auflage, diese nicht zu veräußern und geschlossen in einem Museum oder einer Kunstgalerie in Bozen namens Folladore-Kleewein - zur Erinnerung an seine Eltern - der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Die Hinterlassenschaft ging nach seinem Tod in das Eigentum des Landes über (Beschluss der Südtiroler Landesregierung Nr. ? vom 6.9.1999 ?) und wurde gemäß Auftrag des Landes Südtirol (10.000.000 Lire ?) von der Sachverständigen für Kunst und Antiquitäten Elisabeth Kronau Posch von Herbst 1998 bis Juni 1999 in Folladores Wohnhaus am St.-Urban-Weg Nr. 39 in Bozen inventarisiert und geschätzt und vom Fotograf Gideon de Vries, Mitarbeiter des Amtes für audiovisuelle Medien, fotografisch erfasst. Laut Schätzgutachten vom 30.06.1999 umfasst das Inventar insgesamt 945 Objekte in einem Wert von 1.600.760.000 Lire (826.723.547,78 Euro).
Die Sammlung wurde mit Dekret vom 29.06.2000 Nr. 345 dem Ressort für Denkmalpflege, Deutsche und Ladinische Kultur zur Verwahrung übertragen und zunächst vom Dachboden von Folladores ehemaligen Wohnhaus, wo sie zum größten Teil verpackt lagerte, in die ehemaligen Räume des Forstinspektorats in der Runkelsteinerstraße 10 übersiedelt (hs-art-service, Innsbruck). Im März 2001 wurde die Sammlung in landeseigene Räume in Rentsch, Untermagdalena 50, übersiedelt und 2016 in das Depot im Archimod (Tomasi Arte, Trient). 2021 wurde die Verwahrerschaft an das Amt für Kultur übertragen.
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Der Bozner Arzt und Kunstsammler Stefano Folladore (* 27.10.1915 in Luzern, † 5.5.1998 in Bozen) hat seine Kunstsammlung ohne vorherige Ankündigung testamentarisch (06.02.1994) dem Land Südtirol vermacht, mit der Auflage, diese nicht zu veräußern und geschlossen in einem Museum oder einer Kunstgalerie in Bozen namens Folladore-Kleewein - zur Erinnerung an seine Eltern - der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Die Hinterlassenschaft ging nach seinem Tod in das Eigentum des Landes über (Beschluss der Südtiroler Landesregierung Nr. ? vom 6.9.1999 ?) und wurde gemäß Auftrag des Landes Südtirol (10.000.000 Lire ?) von der Sachverständigen für Kunst und Antiquitäten Elisabeth Kronau Posch von Herbst 1998 bis Juni 1999 in Folladores Wohnhaus am St.-Urban-Weg Nr. 39 in Bozen inventarisiert und geschätzt und vom Fotograf Gideon de Vries, Mitarbeiter des Amtes für audiovisuelle Medien, fotografisch erfasst. Laut Schätzgutachten vom 30.06.1999 umfasst das Inventar insgesamt 945 Objekte in einem Wert von 1.600.760.000 Lire (826.723.547,78 Euro).
Die Sammlung wurde mit Dekret vom 29.06.2000 Nr. 345 dem Ressort für Denkmalpflege, Deutsche und Ladinische Kultur zur Verwahrung übertragen und zunächst vom Dachboden von Folladores ehemaligen Wohnhaus, wo sie zum größten Teil verpackt lagerte, in die ehemaligen Räume des Forstinspektorats in der Runkelsteinerstraße 10 übersiedelt (hs-art-service, Innsbruck). Im März 2001 wurde die Sammlung in landeseigene Räume in Rentsch, Untermagdalena 50, übersiedelt und 2016 in das Depot im Archimod (Tomasi Arte, Trient). 2021 wurde die Verwahrerschaft an das Amt für Kultur übertragen.
Hergestellt von:Eggart, Johann(es)
Datierung:(nach) 1851 — (vor) 1861
Beschreibung:Carolina Kapeller geb. Alpruni (Alprunni) in schwarzem Kleid, mit Pelzstola, Biedermeierfrisur und reich verzierter venezianischer Halskette. Aufgrund der Detailtreue bis hin zur Wiedergabe der Muttermale im Gesicht und am Hals erscheint das Bildnis sehr realistisch. Unten links mit Pinsel kursiv signiert: "J. Eggart".
Gehört zum Porträt des Anton Kapeller, siehe Inv.-Nr. 127884.
Historische-kritische Angaben:Laut Schätzgutachten von Elisabeth Kronau Posch aus dem Jahr 1999 ist das Gemälde auf der Rückseite bezeichnet "Fanny Kapeller vereh. Kinsele". Diese Inschrift ist jedoch nicht (mehr?) vorhanden. Franziska (Fanny) Kapeller ist am 14.12.1835 geboren und ehelichte 1860 Richard Kinsele. Sie starb am 21.01.1891. Die Zuschreibung des Bildnisses an Fanny Kapeller ist nicht sicher, zumal Gesichtszüge und Mode nicht mit einer Fotografie des Ehepaares Kinsele-Kapeller um 1860 übereinstimmen, das Armin Kobler in seinem Blog zur Villa Kinsele in Oberbozen veröffentlich hat, siehe https://www.kallos.kobler-margreid.com.
Beim porträtierten Paar könnte es sich vielmehr um die Eltern der Fanny Kapeller Kinsele handeln, die sich möglicherweise anlässlich der Wahl des Vaters zum Bürgermeister porträtieren ließen. Anton Kapeller war Advokat und eine hochgestellte Bozner Persönlichkeit. Er hatte von 1851 bis 1861 das Amt des Bozner Bürgermeisters inne. Diese Zuschreibung wäre stilistisch, vom Lebensalter der Dargestellten und ihrer reichen Kleidung her stimmiger. (Alexandra Pan, Amt für Kultur, 27.06.2024)
Material:Ölfarbe
Leinwand
Technik:gemalt
Maße:Höhe: 70 cm
Breite: 53.5 cm
Äußere Beschreibung:Öl auf Leinwand
Einrichtung:Kunstsammlungen des Landes Südtirol
Straße:Amt für Kultur, Andreas-Hofer-Straße 1
Ort:39100 Bozen
Land:Italien
Telefon:+39 0471 413360
Schlagwort:Figürlich
Porträt
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